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Entstehung des Elbsandsteingebirges

Die Sächsische Schweiz, sprich das Elbsandsteingebirge, hatte ihre Geburtsstunde vor ca. 100 Millionen Jahren auf dem Grunde eines gewaltigen Meeres. Sand lagerte sich Schicht um Schicht dort ab und wurde durch den Druck des Wassers zu Stein.

Die Zeiten wurden unruhig. Und die mittlerweile 600 Meter mächtige Sandsteinplatte wurde angehoben und trat an die Oberfläche des Meeres. Danach wurde sie von den gewaltigen Kräften der Erdkruste förmlich in die Zange genommen und zerbarst.

Spalten und Klüfte taten sich auf und liefern der Erosion bis heute immer neue Anlaufpunkte. Wie ein gewaltiger Hobel gingen die Eismassen dreier Eiszeiten über die Landschaft und gaben ihr den letzten Schliff. Tief gruben sich ihre Schmelzwässer dann in den Stein. Das Tal der Elbe entstand – der größte Sandsteincanyon der Erde. (Was ist mit dem Grand Canyon?)

Bis heute arbeiten Wind, Sonne und Frost weiter an ihrem Stein und bilden immer neue Formen.

(Quelle: Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt, Filmdokumentation „Comeback für Lachs und Luchs“)

Auszug aus „Die kleinen Alpen - wie Peter Rosegger vor über 100 Jahren die Sächsische Schweiz erlebte“:

„… die Ebene musste einst eine Hochebene oder ein einfaches Hügelland gewesen sein. Da kamen Wässer, schwemmten sich Betten, rissen Gräben in das Erdreich, nagten an dem Gesteine und höhlten all die Schluchten. Und als das Wasser schon längst unten in den Tiefen dahinbrauste, begannen an den entblößten Felsen auch andere Bildhauer zu arbeiten, nämlich die Luft, der Frost und die Sonne, und so sind die eigentümlichen Felsbildungen zustande gekommen. Zu all dem senkte sich verwitternd fruchtbares Erdreich zwischen das Gestein und in seine Risse und Klüfte, und so wuchs in und aus denselben überall der kräftige Wald. Vom Elbetal aus meint man sich in was für einem Hochgebirge zu befinden, besteigt man aber eine der nahen, kastellartigen Felswände, so steht man erst in gleicher Höhe mit dem übrigen Boden des Meißner Hochlandes. Nur wenige Berge, wie z. B. der Große und der Kleine Winterberg, der Lilienstein, der Königstein, erheben sich über die norme Höhe.[…]“